USA – Remdesivir-Deal als Vorbote im Kampf um Covid-19-Impfstoffe

„Gesundheitsminister Spahn fordert trotz des Großeinkaufs der USA eine Lieferung von Remdesivir (…) schreibt die Tagesschau.de am 02.07.2020.

Weiter berichtet die Tagesschau: „Zwischen den USA und der EU ist ein Wettstreit um Remdesivir ausgebrochen. Das US-Gesundheitsministerium teilte mit, dass es einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge gesichert habe. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet indes „noch in dieser Woche“ die Zulassung des Medikaments Remdesivir für die Behandlung von Covid-19-Patienten in der EU. (…)

Die Vereinbarung zwischen den USA und Gilead sieht laut dem Gesundheitsministerium des Landes den Erwerb von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vor. Das wären 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. US-Präsident Donald Trump habe einen „unglaublichen Deal“ erzielt, damit die US-Bürger Zugang zu dem ersten für Covid-19 zugelassenen Medikament hätten, erklärte Gesundheitsminister Alex Azar. (…)

Scharfe Kritik am Verhalten der US-Regierung äußerte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Im Deutschlandfunk bezeichnete er den massenhaften Aufkauf von Remdesivir als „sehr unfreundlichen Akt“.

Im Hinblick auf einen Impfstoff dürfe das nicht erneut passieren. Man müsse dann sicherstellen, dass besonders stark betroffene Länder zuerst bedient würden. Würde es auch bei einem Impfstoff einen „Egoismus der Preise“ geben, wäre das eine unfassbare Blamage für die Staatengemeinschaft, meinte Lauterbach. Die Europäische Union sei aber auf einem guten Weg. Durch die geplante Zusammenarbeit könne man der Marktmacht der USA entgegenwirken. (…)“

Na, wer hätte so etwas Unanständiges gedacht?

Oh, oh, der strenge Zeigefinger von Herrn Lauterbach mahnt, dass so etwas bei einem Impfstoff nicht passieren dürfe und ..“Man müsse dann sicherstellen, dass besonders stark betroffene Länder zuerst bedient würden.“ Wer bitte soll denn die armen, besonders stark betroffenen Länder zuerst bedienen, wenn sich Gesundheitsminister Spahn den letzten Rest von Schützenfest wohl doch erst mal unter den Nagel reißen wird.

No risk – no fun! Beim Hydroxychloroquin hat sich die Initiative von Trump als ein Schlag ins Wasser entpuppt. Ob der weltbeste Pharma-Experte Donald Trump bei Remdesivir mehr Glück hat, bleibt erst mal abzuwarten.

Es wäre vielleicht eine Wohltat an der Menschheit, wenn Donald Trump sich als Versuchsperson zum Austesten der letalen Dosis des Präparates zur Verfügung stellen würde – selbstverständlich freiwillig. Ist natürlich nicht ernst gemeint!

Das Tolle an der Sache ist, dass die Amerikaner mit z. Z. ca. 2,7 Millionen Infizierten keinen Mangel an Versuchspersonen haben, um dann vielleicht festzustellen, dass Remdesivir genauso wirksam gegen Covid-19 ist wie Hydroxychloroquin oder das Trinken von Desinfektionsmitteln.

Lt. Tagesschau.de kostet eine fünftägige Behandlung mit Remdesivir bei Bestellung durch die US-Regierung 2340 Dollar (etwa 2000 Euro) pro Patient. Bei der von den USA bestellten Charge für 500.000 Behandlungen kostet die Miete für diese Deal eine schlappe Milliarde Dollar. Kein Problem, die Druckkosten der US-Notenbank FED für die Dollarscheine wird sich in Grenzen halten.

Meine Prognose zum Gezerre um die Corona-Impfstoffe kannst du hier nachlesen.

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