Statt im Knast im Weißen Haus eingesperrt sein …

… ist für Trump und seine Familie allemal komfortabler.

Es muss einen wichtigen Grund geben, warum Trump Ermittlungen gegen sich und seine Familie so fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.

Wenn es da nichts Geheimhaltungsbedürftiges gäbe, dann brauchte Trump nur ‚die Karten auf den Tisch zu legen‘, und die Sache wäre schnell erledigt. Das tut er aber nicht – und nicht nur seit dem er Präsident ist, sondern auch vorher. Das Thema ‚Steuererklärung‘ ist schon seit dem Wahlkampf bekannt. Mit der Immunität als Präsident ist er aber erst mal für die nächsten fünf Jahre aus dem Schneider.

Nun ist er im Weißen Haus genauso eingesperrt wie im Knast – damit hat er sicher nicht gerechnet. Statt Gitter von seinem Fenster gibt es immerhin Sicherheitsglas. Er wird von vielen Sicherheitsbeamten rund um die Uhr bewacht und überwacht; er wird in einer besonders gesicherten Limousine transportiert. Und er steht unter ständiger Beobachtung, so dass fast alles was er sagt oder von anderen gesagt bekommt protokolliert oder abgehört wird. Allerdings behandelt man ihn eher wie einen Häftling im offenen Vollzug – er hat ja immerhin einen Job, wenn auch ohne Bezahlung. Es ist ihm ja nicht gelungen, seine Zelle in sein privates Heim, den Trump-Tower zu verlegen; aber immerhin lässt man ihn in am Wochenende auf seinem Golfplatz in Florida mit seinen kleinen Bällchen spielen – und Twittern darf er auch jederzeit. Das Handelsblatt (2017-07-26) berichtet unter Bezugnahme auf den amerikanischen Nachrichtensender CNN, dass er in sechs Monaten Amts-Haftzeit 991 mal getwittert hat, 40 Tage auf seinen Golfplätzen verbracht hat und in dieser Zeit null Gesetze verabschiedet hat. Das Verabschieden von Gesetzen kann man einem Häftling auch nicht abverlangen – das würde ihm ja sowieso keiner glauben.

Man stelle sich vor, Trump würde plötzlich aus heiterem Himmel begnadigt – und er müsste seine lieb gewonnene Knastzelle im Weißen Haus verlassen. Nein, darüber nachzudenken käme einem Verbrechen gleich.

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