„Hat der amerikanische Präsident eine Schraube locker?“

… titelt der Tagesspiegel am 25.10.2017. Viele andere Gazetten berichten zur Zeit auch unter mehr oder weniger respektvollen Überschriften zu der Frage, ob Trump psychisch krank sei. 27 „Mental-Fachleute“ – führende Psychiater und Psychologen der USA – haben jüngst ein Buch mit dem Titel „Der gefährliche Fall des Donald Trump“ [deutsche Übersetzung] herausgebracht. Dieses Buch steht dem Vernehmen nach an der Spitze der Bestsellerlisten.

Am 21.03.2017 habe auch ich in einem Beitrag das Thema aufgegriffen und 09.10.2017 in einer ausführlicheren Stellungnahme einige Zeilen dazu geschrieben.

Mein Fazit: Trump ist nicht verrückt, sondern verhält sich schlüssig und konsequent im Sinne seiner eigenen Absichten. Diese Absichten – (verkürzt:) alle Menschen (oder jede Gruppe von Menschen), die sich dafür anbieten, gnadenlos zum eigenen persönlichen Vorteil auszubeuten – gefallen einem Teil der amerikanischen Bevölkerung und einem anderen Teil offensichtlich nicht. Das ‚Konzept‘ gefällt wahrscheinlich denjenigen Menschen ganz besonders, die auch gerne zu den Ausbeutern gehören oder gehören möchten, dies im Regelfall aber verleugnen und sich stattdessen gerne als besonders ‚moralisch‘ feiern lassen und ‚Gerechtigkeit‘ für sich in Anspruch nehmen.

Verrückt sind diejenigen, die einem solchen Ausbeuter zur Macht verholfen haben und es unterlassen, ihm diese Macht spätestens jetzt zu entziehen. Aber der Opportunismus der Amerikaner (und auch vieler Menschen in anderen Ländern – z. B. in Deutschland) ist offenbar grenzenlos und Zivilcourage ist in der heutigen Zeit kein Wert mehr. Entscheidend ist ausschließlich, wie viel Geld für wen mutmaßlich herauskommt.

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