Ein kleiner Rückblick in eigener Sache

Die Vereidigung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika erfolgte nach einem turbulenten Wahlkampf am 20. Januar 2017.

Unser Portal – Human Rights First trump last – wir wollen uns nicht nachsagen lassen, wir hätten tatenlos zugesehen – habe ich am 08.März 2017 ins world-wide-web gestellt. Nach der Vereidigung des Präsidenten Trump habe ich mich sofort entschieden, etwas zu tun. Also habe ich  die Internet-Domain angemeldet – zunächst gedankenlos bei einem amerikanischen Provider. Dann habe ich als webhosting-Laie mit der Seitenkonfiguration und dem Schreiben der Texte begonnen. Das hat einige Zeit gekostet, da mir die Routine fehlte, so etwas zu tun. Als alles soweit fertig war, kam ich auf den Gedanken, dass es besser wäre, einen Provider zu nutzen, der in Deutschland beheimatet ist. Die ‚Migration‘ der Domain zu einem deutschen Provider gestaltete sich als ein komplizierter Vorgang – und ich musste zunächst die Seite umbenennen (von einer (xxx).com-Seite in eine (xxx).net-Seite), denn sonst hätte ich sehr lange warten müssen. Also alles noch einmal von vorne. Aber am 8. März 2017 wurde ich fertig und habe die Seite ins Netz gestellt. Die meisten Texte dieser Seite habe ich seitdem nicht oder nur sehr geringfügig verändert.

Wie sich die Präsidentschaft von Donald Trump im vergangenen Jahr entwickelt hat, haben die meisten Leute durch die Medien verfolgen können. Ich würde sagen, es ist in etwa so gekommen, wie ich es damals erwartet habe. Trump ist derjenige geblieben, der er im Wahlkampf war. Und er hat sich konsequent so benommen, wie vorher: wie ein Elefant im Porzellanladen. Das amerikanische Wahlvolk hat den Präsidenten bekommen, den es gewählt hat und wohl auch den, den es verdient hat. Und die Amerikanische Bevölkerung und die Regierungsadministration hat sich ihn immer noch erhalten. Trump sorgt seit einem Jahr für ständige Unterhaltung in den Medien; das scheinen die Amerikaner und auch viele Menschen außerhalb Amerikas zu mögen. Es ist wie ein Krimi; ein guter Kriminalfilm ist ja nur dann spannend, wenn man sich schaudert oder ekelt und bis zum Schluss nicht weiß, wie die Geschichte endet und der Verdacht auf den Übeltäter erst einmal auf den falschen fällt. Und ein Film, in dem nicht gelogen und geleugnet wird, taugt nicht für das Abendprogramm. Richtig gut war ein Film, wenn der Zuschauer sich am gleichen Abend nicht mehr in seinen eigenen Keller traut.

Also ist es nicht nur die Person Donald Trump, die  ihre Macht behalten will und diese Machtposition in beispielloser Weise missbraucht, sondern die Menschen, die Trump umgeben, ihm die Macht zubilligen, ihm zujubeln und applaudieren oder sich aufregen und schimpfen – und sich den Machtmissbrauch bieten lassen.

Trump ist ein Meister darin, in anderen Menschen Adrenalin frei zu setzen. Das eigene Adrenalin ist das, wovon die Menschen, die sonst nichts zu lachen haben, zehren. Ich meine die Menschen, die von niemandem ernsthaft beachtet werden und bei denen kaum jemand merkt, wenn sie von der Bildfläche verschwinden; sie können froh sein, wenn sie sich selbst dadurch in Erregung versetzen können, dass sie gedankenlos und unflätig herumbrüllen können und dabei von ihrem Idol angefeuert werden.

Donald Trump schafft es sogar, die gegen ihn protestierenden Sprechchöre in Lobgesänge für seine grandiosen Erfolge umzudeuten. (21.91.2918, Women’s March) Trump twittert dazu : „Schönes Wetter überall in unserem großartigen Land, ein perfekter Tag für alle Frauen bis März, Gehen Sie jetzt hinaus, um die historischen Meilensteine und den beispiellosen wirtschaftlichen Erfolg und die Schaffung von Wohlstand zu feiern, die in den letzten 12 Monaten stattgefunden haben. Niedrigste Frauenarbeitslosigkeit seit 18 Jahren“

Das ist nach meiner Meinung ein wesentlicher Aspekt, den ich vor einem Jahr grob unterschätzt habe. Deshalb bin ich während der letzten Monate in diesem Portal auch zeitweise ‚in Deckung gegangen‘, da ich die ‚kollektive  Adrenalininduktion‘ durch Trump nicht noch zusätzlich mit anfeuern wollte. Natürlich ist Schweigen auch keine empfehlenswerte Option.

Ernüchternd ist für mich das sehr bescheidene Echo in diesem Blog. Ich habe allerdings auf kostenintensive Promotionaktionen (z. B. Google Adwords o.ä.) verzichtet und ich bin keine Freund der Marktschreierei von Twitter und Facebook. Aber auch die Reaktionen von persönlichen Freunden, Kollegen und Bekannten haben mir gezeigt, dass es wohl sehr „hochschwellig“ ist, für ein politisches Ziel wie dieses Mühe aufzuwenden oder ein – wenn auch nur geringes – Risiko einzugehen.

Aufregen ja – etwas unternehmen – nein. Und schon gar nicht, wenn es um Geld geht.

2 Gedanken zu „Ein kleiner Rückblick in eigener Sache“

    1. Ja schön, dass Sie sich mit dem Thema beschäftigen wollen. Die Seite ‚Über uns“, die über Facebook gepostet wurde, ist die unwichtigste Seite. Ich empfehle, die Seite Warum-diese-kampagne-jetzt-ausfuehrlich zu lesen. Unsere Seiten sind sehr textintensiv. Unsere Idee ist aber auch erklärungsbedürftig. Wir freuen uns über jede(n) dir/der bereit ist, sich mit den Thema aus dieser Perspektive zu befassen. Rückfragen sind erwünscht!

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