Ein Job bei Trump – das Karrieresprungbrett?

… das haben sich mutmaßlich so manche Kandidaten erhofft, die sich nicht zu schade finden, sich im Weißen Haus von Trump für einen Job anheuern oder einen ‚Deal‘ anfixen zu lassen. Dass das nicht nur ins Auge gehen kann sondern mittelfristig zwangsläufig ins Auge gehen muss, war schon vor der Präsidentenwahl offensichtlich. Aber viele haben das wahrscheinlich immer noch nicht begriffen.

Es hat den Anschein, dass sich im Trump-Kabinett eine Gesellschaft von Leuten angesammelt hat, für die sich der Spruch des Verfassungsrechtlers Christoph Gusy aufdrängt: „Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine“ – oder der ‚Vorläufer‘ dieses Spruches: „Wenn man einen Trog hat, kommen die Schweine von ganz alleine“. (Bedeutung lt. Mundnische.de: Sitzt man an der richtigen Quelle, dann ist absehbar, dass man binnen kürzester Zeit von Schmusern, Günstlingen und Claqueuren umzingelt wird, die sich Vorteile von demjenigen versprechen, der am fetten Futtertrog sitzt, um was abzustauben/abzusahnen.)

Den Club der humanen Borstentiere konnte man eindrucksvoll bei (2017-06-13 Tagesschau.de) oder anderen Pressemitteilungen beobachten, die über die peinliche Kabinettssitzung am 12.06.2017 berichteten.

Das Problem – oder die gemutmaßte Chance unter Schweinen besteht ja u. a. darin, dass sie sich gegenseitig alles weg fressen, auch wenn sie keinen Appetit mehr haben. Deshalb werden Schweine nach einer Mitteilung eines Schweinezüchters nur richtig fett, wenn sie nicht alleine am Trog stehen.

Mit Anthony Scaramucci hatte Trump vor wenigen Tagen den Großmeister der Speichelleckerei eingestellt und ihm nun – wen wundert es – nach 10 Tagen wieder die Koffer vor die Tür gestellt.

Die Jobs bei Trump eignen sich m. E. nur für Leute,

– die entweder schon ausgesorgt haben, nichts zu verlieren haben und keine Karriere mehr vor sich sehen oder solche,

– die woanders hoffnungslos gescheitert sind oder solche,

– die sich durch die Immunität der Kabinettsmitgliedschaft oder durch Begnadigung durch Trump Haftverschonung versprechen, weil sie etwas zu verbergen haben und mit gutem Grund die Ermittlungsbehörden auf ihren Fersen vermuten.

Wer will solche Menschen nach Trump noch beschäftigen? Allenfalls Leute, die – wie Trump – jemanden für die Drecksarbeit suchen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie mutmaßlich ‚gestandene Persönlichkeiten‘ so unbedacht ins offene Messer laufen.

Immerhin – für Trump war der Entlassungstag von Anthony Scaramucci ein ‚toller Tag‘. Also erfüllt das Weiße Haus alle Voraussetzungen, ein qualifiziertes Tollhaus zu sein. Schon oft habe ich gedacht, toller geht es nicht. Das war immer wieder ein Irrtum.

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