Die Zeit drängt – wie hoch ist das Risiko?

Mit meinen drei Beiträgen (vom 08.01.2021, 10.01.2021 und 12.01.2021) habe ich auf das Thema Nuclear Football und die Möglichkeit, dass Trump in den letzten Tagen seiner Amtszeit den Einsatz von Nuklearwaffen anordnen könnte, hingewiesen.

Auf meinen ersten Beitrag vom 08.01.2021 hatte ich 43, mir persönlich bekannte Menschen, die ich als zeitkritische Personen einschätze, am 09.01.2021 per Mail von meiner persönlichen Mailadresse hingewiesen. Mit dieser Mail hatte ich die Frage verbunden:

Realistisch oder Verschwörungstheorie-verdächtig?

Außer zahlreichem Spam habe ich bisher fünf Antwortmails – alle am 09.01.2021 – mit konkretem Bezug zum Thema und zwei Rückmeldungen in einem persönlichen Gespräch erhalten. Ob die anderen Personen meine Hinweis-Mail zur Kenntnis genommen haben, den Beitrag gelesen haben und ob sie sich gegebenefalls mit der Thematik befasst haben, kann ich nicht feststellen.

Bis zum geplanten Termin der Vereidigung des neuen Präsidenten am 20.01.2021 haben alle Beteiligten noch drei Tage Zeit.

Bisheriges Ergebnis der Befragung:

Die Rückmeldeausbeute liegt also nach einer Woche bei 7/43 = 16,3%.

Von den Befragten und den Antworten war das Verhältnis

  • Frauen / Männer: 33/67 % (Befragte) – 0/100% (Antworter)
  • Zu meiner Familie gehörig (Verwandschaft 1. oder 2. Grades) / nicht zur Familie gehörig: 19/81% (Befragte) – 29/71% (Antworter)
  • Akademischer Bildungsabschluss: 58%, unbekannt oder nicht vorhanden 42% (Befragte) – 71%/29% (Antworter)
  • Länger / kürzer als 20 Jahre Bekanntschaft: 72/28% (Befragte) – 86/14% (Antworter)

Von den Rückmeldern halten 3 Personen (43%) einen kurzfristigen, durch Trump angedrohten oder angeordneten Nukleareinsatz für ausgeschlossen oder unrealistisch; 4 Pesonen (57%) halten diese Möglichkeit für denkbar oder realistisch; drei Personen (43%) drücken Ihre Beunruhigung bei diesem Gedanken aus.

Weitere Statisik folgt, wenn weitere Antworten in den nächsten Tagen eingehen.

In drei Tagen wird sich die Frage erledigt haben, entweder

  • durch Rückgabe des Atomkoffers durch Trump (bzw. durch Deaktivierung des Koffers) und Weitergabe des Koffers an Biden im Kontext dessen Vereidigung
  • durch Anordnung eines Nukleareinsatzes durch Trump
  • durch Fortsetzung der Präsidentschaft Trumps nach Erklärung des Verteidigungsfalles und Verhängung des Kriegsrechtes
  • oder durch Fortsetzung der Präsidentschaft Trumps über den 20.01.2021 hinaus nach Verhinderung der Vereidigung des neuen Präsidenten auf anderen Wegen

Wer glaubt, das Thema sei ‚vom Tisch‘ könnte sich irren. T-online.de berichtet heute:

Zweifel an Zurechnungsfähigkeit –   Donald Trump und das Problem mit dem Atomkoffer

Fr.de (Frankfurter Rundschau) titelt heute:

Donald Trump hat keine Lust auf Biden und trägt bei Abschiedsfeier Atomkoffer bei sich (…)

(…) Washington D.C. – Donald Trump, abgewählter US-Präsident, hat keine Lust auf die Amtseinführung seines demokratischen Nachfolgers Joe Biden. Er verzichtet auf die alten Gepflogenheiten und will vielmehr, dass alle Kameras auf ihn gerichtet sind.

Mehrere US-Medien, darunter die „Washington Post“ und der konservative Sender „Fox News“, meldeten unter Berufung auf Regierungskreise, Donald Trump wolle das Weiße Haus und Washington am Mittwochmorgen (20.1.2021) Richtung Florida verlassen – kurz bevor Joe Biden in der Bundeshauptstadt vor dem Kapitol vereidigt werden soll. (…)

FR.de vom 17.01.2021

Es scheint zu stimmen, … lt. t-online:

Befehl des Präsidenten kaum zu stoppen

Wenn der Präsident jedoch entschieden hat – unabhängig davon, ob nach langer Überlegung oder in einer Art Wutanfall – können „weder das Militär, noch der Kongress diese Befehle aufheben“, wie es in einem im Dezember veröffentlichten Bericht des Forschungsdienstes des US-Kongresses über die Atomwaffenkontrolle heißt.

Die einzige Einschränkung für den US-Präsidenten ist in diesem Fall die Legalität des Angriffs. Das Kriegsrecht würde es einem Militärangehörigen erlauben, einen Befehl zu verweigern, wenn er diesen für unrechtmäßig hält.

Zwei Minuten von Befehl bis Abschuss

Der Ablauf eines Atomwaffeneinsatzes sähe normalerweise so aus: Der Präsident entscheidet sich zu einem nuklearen Angriff und berät sich mit den Militärchefs. Im Atomkoffer findet er die verschiedene Optionen für einen Angriff und die Kommunikationsmittel, diesen offiziell zu befehlen. Mithilfe des „Biscuits“, der eigenen Code-Karte des Präsidenten, identifiziert er sich dann als Oberbefehlshaber.

Der Angriffsbefehl wird an das Strategische Kommando der US-Streitkräfte weitergeleitet, wo ein Offizier bestätigt, dass der Befehl vom Präsidenten kommt. Nach dem Befehl kann der Abschuss einer bodengestützten Rakete mit nuklearem Sprengkopf innerhalb von zwei Minuten erfolgen; bei einer U-Boot-gestützten Rakete innerhalb von 15 Minuten.

Ich bin nicht der Meinung, dass Trump unzurechnungsfähig ist. Ich vermute aber, dass Trump Absichten verfolgt und konsequent danach handelt, die sich außer ihm selbst niemand wünscht.

Wieviel Zeit bleibt zum Überlegen und zum Handeln?

Für Trump, Pelosi, Pence, Biden und die restliche Weltbevölkerung.

Ich hoffe, dass wir am 21.01.2021 sagen können: War doch nichts.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.