Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt, … America first!

Macht es einen Unterschied?

Na ja, der Mann mit der Pommestolle hat keine Rotzbremse und wahrscheinlich ungefähr die doppelte Biomasse wie sein Vorbild.

Und es ist schon so lange her, dass sich kaum noch ein lebender Mensch an das Vorbild aus eigenem Erleben erinnern kann. Man vergisst ja auch leicht, wie alles angefangen hat und keiner weiß anschließend, wer mit den Wölfen geheult hat. Und wer liest schon Geschichtsbücher?

Genauso erinnert sich – wenn Trump im Jenseits ist – auch keiner mehr daran, wer in diesem ganzen Spuk mitgespielt hat. Im Zweifel waren es die anderen und keiner hat nichts gewusst. Die Toten sprechen ja zum Glück nicht mehr.

Trump – Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Gerichte und Juristen …

Auch bei mir hat sich eine gewisse Ermüdung eingestellt: die Berichte über die Skandale, die sich um den amerikanischen Präsidenten drehen, nehmen scheinbar zu – aber es wiederholen sich die immer wieder gleichen, altbekannten Muster. Die öffentliche Aufmerksamkeit dafür läßt aber wohl auch nach. Die Neue Züricher Zeitung schrieb am 06.07.2019 unter der Überschrift: Der Klick-Generator Donald Trump erlahmt:

So sank in den vergangenen sechs Monaten die Nachfrage nach Trump-Artikeln um 26 Prozent – dies im Vergleich zum ersten Halbjahr seiner Präsidentschaft. (…) Der einstige Stern der «alternativen Rechten» ist am Sinken. Im Vergleich zu Trumps Amtsantritt ging deren monatliche Nutzung um fast 75 Prozent zurück.

Allerdings scheint der juristische Druck auf Trump deutlich zuznehmen: t-online.de fasst die laufenden Ermittlungen in einem Überblick: Die juristischen Probleme Donald Trumps zusammen. (oder lt. Time in englisch: Here Are the Other Investigations President Trump Still Faces)

t-online berichtet aktuell (09.07.2019 folgende ‚Geschichte‘: Dieser Missbrauchsfall belastet die Trump-Regierung.

Es könnte sich wieder lohnen, Trump-Nachrichten zu lesen.

 

 

So kann man sich irren … auch wenn ich manchmal glaube, noch schlauer als Trump zu sein …

Der Rückzug von Trumps Stabschef ist nicht wie jeder andere …

titelt das Handelsblatt (kostenpflichtig) am 09.12.2018.

US-Präsident Donald Trump verabschiedet seinen wichtigsten Mann: Stabschef John Kelly geht. Die Führungsebene des Weißen Hauses liegt in Trümmern (…) Im Rückblick ist es fast ein Wunder, dass John Kelly, Stabschef im Weißen Haus, es so lange auf seinem Posten hielt. Laut des Enthüllungsbuchs „Fire and Fury“ soll der Chef-Organisator in der Regierungszentrale über Donald Trump gesagt haben: „Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos, zu versuchen, ihn von etwas zu überzeugen. Er ist durchgedreht. Wir sind am Ort der Verrückten.Das ist der schlimmste Job den ich jemals hatte.“

Am 02.09.2017 hatte ich prognostiziert:

Ich gebe General Kelly keine drei Monate. Und er wird seine Entlassung per Twitter erfahren.

Mein Irrtum – Kelly hat es über ein Jahr länger als ich gedacht hatte im Weißen Haus ausgehalten. Ich habe an das Wunder nicht geglaubt. Und offenbar hat Kelly seine Entlassung auch nicht per Twitter erfahren.

Allerdings habe ich auch nicht daran geglaubt, dass Trump seinen Posten als Präsident der USA trotz seines Verhaltens und seiner Äußerungen im Dezember 2018 noch innehaben könnte.

Manchmal kommt es anders.

Aus Trumps „verrückter“ Welt

From the New York Times, 17-08-2018

“ In response to the president’s revocation of the former C.I.A. director John Brennan’s security clearance, the retired Navy admiral William McRaven — who oversaw the 2011 raid in which Osama bin Laden was killed — wrote an open letter to Mr. Trump: “I would consider it an honor if you would revoke my security clearance as well, so I can add my name to the list of men and women who have spoken up against your presidency.”

Jean Claude Juncker & sein ‚Deal‘

Es mag sein, dass J.C. Juncker diesen Ausdruck, einen ‚Deal‘ mit D. Trump aushandeln zu wollen, benutzt hat, um den einfältigen amerikanischen Präsidenten in dessen Gedanken- und Interessensphäre ‚abzuholen‘. Und irgendwie ist es ja dann auch zu einem Gespräch und einem Ergebnis in Form einer Vereinbarung gekommen. Wofür alle Welt unendlich dankbar zu sein scheint und was dennoch nur 100%ig in Trumps Interesse war.

Aus welchem Grund J.C. Juncker nun diese Vereinbarung, von der er behauptet, sie entspräche genau den europäsichen Zielen, aus welchem verborgenen Grund er diese Vereinbarung (nun zurück in Europa) immer wieder als ‚Deal‘ bezeichnet, bleibt verborgen. Halbweltjargon. Es stößt mir bitter auf, es ist unnötig und ärgerlich, sich verbal so anzubiedern.

Was bewegt so viele führende Weltpolitiker, sich diesem unberechenbaren, unehrlichen & respektlosen amerikanischen Präsidenten so anzudienen? Denken sie nicht nach? Ist es ihnen egal – der Zweck heiligt die Mittel? Oder wollen sie es so, weil sie insgeheim genauso ticken? Wer weiß das heutzutage schon noch?
Eins scheint mir jedenfalls sicher  – Trump profitiert von den z. T. mühsam ausgehandelten Vereinbarungen seiner Vorgänger und der Redlichkeit seiner Partner. Seine Verhandlungspartner fühlen sich diesen Vereinbarungen verpflichtet und an sie gebunden, was ja der Sinn solcher Vereinbarungen ist.

Auf der anderen Seite: etwas Gutes hat das unbekümmerte, wechselhafte und widersprüchliche Agieren des amtierenden amerikanischen Präsidenten. Die alten Reflexe und gut geölten Beziehungsgeflechte geraten durcheinander, die Akteure der Politik und Wirtschaft müssen neue Strategien überlegen und erproben, was bisweilen brutal entlarvend wirkt. Damit reißt er dem Raubtierkapitalismus die Maske der Scheinrationaliät und der Illusion einer politischen Steuerbarkeit herunter. Es geht nur noch um Märkte, Profitgier und Vermögensabsicherung. Trump selbst hat sich ja schon immer dazu bekannt, ein Heuchler ist er in dieser Hinsicht nicht, und nun zieht er alle anderen mit hinunter – und gibt uns damit die Chance, die Fratze des Raubtieres zu klar zu sehen.

 

 

Mail an Amazon

Sehr geehrte Frau Kant, sehr geehrte Damen und Herren, – Sehr geehrter Herr Bezos – ,

ich komme zurück auf den unten stehenden Schriftwechsel. Leider habe ich auf weitere Anschreiben keine Antwort mehr von Ihnen bekommen. Mittlerweile ist aber einige Zeit vergangen.

Gegenwärtig gibt es ja eine öffentlichkeitswirksame Auseinandersetzung zwischen Präsident Trump und CEO Bezos.

Vielleicht wäre dies ein Anlass, Herrn Bezos persönlich auf unsere Kampagne hinzuweisen. Wie man den Medien entnehmen kann, ist ja das Mittel der Wirtschaftssanktionen als Interventionsinstrument politisch ‚populär‘ geworden. Ob dies etwas nützt mag dahin gestellt sein; jedenfalls sorgen Wirtschaftssanktionen zweifellos für erhebliche Irritationen an den verschiedenen politischen Stellen.

Der Kern unserer Kampage ist die Wirtschaftssanktion der ‚Kleinen Leute‘ durch bewusste Änderung deren Kaufentscheidungen. Ich bin überzeugt, dass Amazon ein nicht zu unterschätzendes Machtmittel in der Hand hat, um den Unterstützern der Trump-Organisation – und damit mittelbar der Trump-Organisation (und der Person Präsident Trump und seiner Familie) selbst – die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Und das auf dem Wege und durch die Mithilfe der ‚Kleinen Leute‘ – also der Kernkundschaft von Amazon. Es wäre sicher eine interessante Dynamik zu beobachten, wenn Wirtschaftssanktionen nicht nur durch die Politik oder die Wirtschaftselite vollstreckt würden, sondern unter Beteiligung und Mitwirkung der ‚Normalverbraucher‘. Eine solche Aktion wäre mutmaßlich auch ein wirksames Mittel gegen die allgemeine Politikverdrossenheit der Bevölkerung, wenn man eine solche Kampagne breit genug aufstellen und unterstützen würde. Dazu hätte das Unternehmen Amazon zweifellos das Potential.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Amazon weltweit mehr Kunden (und Aktionäre) gewinnen als verlieren würde, wenn Ihr Unternehmen sich öffenlichkeitswirksam von Unternehmen, die der Trump-Organisation nahe stehen, distanziert und z. B. die entsprechenden Produkte aus Ihrem Sortiment herausnimmt. Die damit möglicherweise verbundene kurzfristige Umsatzeinbuße dürfte mittelfristig sicher durch ein Zugewinn von überzeugten Kunden aufgewogen werden – vor Allem in Hinblick auf die ‚Zeit nach Trump‘. Herr Bezos wird Herrn Trump sicher überleben.

Gerne würde ich mit Ihnen oder einem Entscheidungsträger Ihres Unternehmens diskutieren. Deshalb bitte ich um entsprechende Weiterleitung.

Mit freundlichen Grüßen

Walter Roeb-Rienas

Abschließende Ergänzung vom 2018-05-16:

Hier die Antwort von Amzon vom 14.05.2018:

Sehr geehrter Herr Roeb-Rienas,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Thema „Boykott der Unterstützer der Trump-Unternehmen“.

Ihr Feedback ist uns wichtig – vielen Dank, dass Sie uns Ihr Anliegen mitgeteilt haben.

Wir arbeiten ständig daran, den besten Kundenservice der Welt zu bieten. Wir konzentrieren uns darauf, Wege zu finden, mit aktuellen Regierungen zu arbeiten, um auch weiterhin Innovationen für unsere Kunden voranzutreiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen – genau so, wie wir es bereits mit vorherigen Regierungen getan haben.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir uns zu diesem Thema nicht weiter äußern werden.

Konnte ich Ihr Problem lösen?

(…)

Viele Grüße
Tanja Right

Executive Customer Relations
Amazon.de

Deshalb: Amazon bleibt auf unserer ‚Schwarzen Liste‘; ich habe seit 8/2017 keinerlei Bestellungen mehr über Amazon getätigt. Wer will, kann sich gerne anschließen … und dies hier erklären!

 

Jede(r)! – kann entscheiden, welchen Staubsauger und welche Waschmaschine sie/er kauft.

Siemens-Chef verteidigt sein Lob für Donald Trump

Jeder, der etwas kauft, trifft eine Entscheidung. Z. B. für einen neuen Staubsauger oder eine Waschmaschine. Mit dieser Entscheidung verhilft er dem Verkäufer und dem Hersteller des Produktes zu Umsatz und Gewinn. Und wenn er etwas anderes kauft oder dasselbe Produkt bei einem anderen Händler kauft, dann verschafft er einem anderen Händler oder Verkäufer den wirtschaftlichen Vorteil. Damit hat jeder Käufer ein nicht zu unterschätzendes Machtmittel in der Hand.

Das gilt zum Beispiel auch bei der Auswahl des Stromanbieters; die Kilowattstunde, die aus der Steckdose kommt, ist immer die gleiche – es ist aber einen Unterschied,  ob der Strom von einem Anbieter kommt, der den Strom aus regenerativen Quellen, fossilen Brennstoffen wie Gas und Erdöl oder aus Atomkraftwerken bezieht. Zum Glück haben die deutschen Stromkunden die Auswahl – und manche entscheiden sich für den Stromlieferanten, den sie unterstützen wollen, obwohl dieser Strom etwas teurer ist als der Strom der anderen Unternehmen. Ein kleines Opfer mit wahrscheinlich großer Wirkung, die man allerdings nicht sofort merkt.

Beim Staubsauger oder Kühlschrank kann ich die gleichen Überlegungen anstellen. Siemens, dessen Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser den amerikanischen Präsidenten Donald Trump ‚über den Klee‘ öffentlichkeitswirksam lobt, stellt nicht nur Gasturbinen sondern auch Elektrogeräte für ’normale‘ Leute her. Wenn ich mich beim Kauf einer Waschmaschine statt für Siemens für Miele, Bosch oder irgend einen anderen Hersteller entscheide, schaffe ich nicht nur den Vorstandsvorsitzenden dieser Hersteller einen Vorteil, sondern ich unterstütze in gleicher Weise auch Arbeitsplätze – nur bei einem anderen Unternehmen. Ich habe also zum Glück die Wahl.

Ob die anderen Hersteller wirklich besser sind – darüber kann man lange diskutieren; es gibt sicher auch Gründe, bei jedem anderen Hersteller kritische Fragen zu stellen. Wichtig ist es, diese kritischen Fragen überhaupt zu stellen, sich gegebenenfalls zu informieren – und dann, nach reiflicher Überlegung, zu entscheiden.

Es kommt ganz entscheidend auf den Zeitpunkt meiner Entscheidungen an. Es kommt darauf an, dass meine Kaufentscheidung als eine Antwort auf ein Ereignis oder eine Aussage einer wichtigen Person – hier z. B. die Aussagen vom Siemens-Chef Joe Kaeser –  erkennbar ist. Das erreiche ich, indem ich über die Begründung für meine Entscheidungen mit anderen Personen spreche – im persönlichen Gespräch oder öffentlich – z. B. über Twitter oder Facebook – oder in unserem Blog. Und wenn das genug Menschen tun, dann hat es eine Wirkung. Es hat ja auch Wirkung, dass sich viele Menschen z. B. für Ökostrom entschieden haben und darüber sprechen!

Als Normalbürger habe ich nur einen geringen Einfluss auf politische Entwicklungen. In einer Demokratie muss ich akzeptieren, dass ich als Wähler mit meinem Kreuz auf einem Wahlzettel nur einer von sehr vielen Wählern bin, die zum Teil ganz andere Meinungen haben als ich . Mit Buh-rufen und Kopfschütteln allein habe ich auch keinen Einfluss.

Vielleicht habe ich mit meinen Kaufentscheidungen mehr Macht als mit meinem Wahlzettel alle paar Jahre. Diese Macht habe ich aber nur, wenn ich sie auch tatsächlich ausübe.

Bei Kaufentscheidungen geht es ums Geld – genau, darum geht es. Trump hat es uns gezeigt.

„Das Schweigen der Republikaner ist widerwärtig“

2017-10-09 Kölner Stadtanzeiger

Es ist empörend, dass ein Mann wie Trump auch nur in die Nähe des Weißen Hauses kommen konnte. Geradezu widerwärtig aber ist das dröhnende Schweigen seiner Partei. Viele republikanische Kongresspolitiker geben Corker insgeheim Recht. Sie sehen die Gefahren klar. Doch öffentlich winden sie sich oder schmieren Trump gar Honig um den Mund. Weder mit Feigheit noch mit Opportunismus ist diese Verlogenheit zu erklären. Was ist ein Posten im Senat, was sind ein paar Prozentpunkte in den Umfragen angesichts der realen Gefahr einer wahnwitzigen kriegerischen Auseinandersetzung mit unabsehbaren Folgen?  Wenn die Spitze der Republikaner diesem Präsidenten nicht endlich offen Paroli bietet, macht sich die einstmals so stolze Partei Abraham Lincolns auf dramatische Weise schuldig – an ihrem Land und der ganzen Welt. – Quelle: http://www.ksta.de/28556766 ©2017
Die Strategie und die Logik des amerikanischen Präsidenten Trump ist gleichermaßen simpel wie rücksichtslos: kompromisslose Ausbeutung und persönliche Bereicherung zu Lasten anderer um jeden Preis und mit jedem verfügbaren Mittel.
Die Beuteopfer sind nicht nur seine ‚Feinde‘ und diejenigen, die sich nicht wehren können, sondern ebenso seine ‚Freunde‘ und diejenigen, die ihm zu seinem Amt verholfen haben. Vor Allem aber die schweigende Masse derjenigen, die einfach nicht begreifen wollen, dass dieses Ausbeutungskonzept so einfach – und zu ihren Lasten – funktioniert. Es ist zu befürchten, dass letztere warten bis es zu spät ist.
Mit der erwähnten Strategie Trumps haben auch viele andere Geschäftsleute und Wirtschaftsfunktionäre ihre Erfolge – und gerade deshalb werden sie so hoch bezahlt. Aber Trump hat eben außerdem noch die praktisch unbegrenzte politische Macht der Großmacht USA und die Hand am ‚Roten Knopf‘ des Nukleararsenals.