Trump kann Militär gegen Biden-Sieg einsetzen …

t-online berichtet, Michael Flynn habe den US-Präsidenten aufgefordert, das Kriegsrecht auszurufen. (…) Der ehemalige Sicherheitsberater [Flynn] war zuletzt von Trump begnadigt worden, nachdem er im Zuge der Ermittlungen in der Russland-Affäre das FBI angelogen hatte. (…) Laut der britischen Nachrichtenseite „Dailymail“ plädierte Flynn außerdem dafür, das Kriegsrecht in den USA zu verhängen, damit der Demokrat Joe Biden sein Amt nicht antreten könne.

Weiter berichtet t-online:

„Trump kann mit einem Befehl sofort jede einzelne der Auszählungsmaschinen beschlagnahmen “, erklärte Flynn in einem Interview mit der Nachrichtenseite „Newsmax“ am Donnerstag. Damit bezieht er sich auf die Verschwörungstheorie, dass die Abstimmungssoftware Trumps Stimmen fälschlicherweise für Biden ausgewertet hat. „Innerhalb der Swing-Staaten könnte Trump durch das Militär die Kontrolle übernehmen und in jedem dieser Staaten die Wahl wiederholen.“, so Flynn. (…)

Letztlich wären die Möglichkeiten, die Flynn für Trump skizziert hat, wahrscheinlich allesamt rechtswidrig – das weiß vermutlich auch der begnadigte General. Aber es geht ihm mit diesen Äußerungen darum, Emotionen bei der Anhängerschaft von Trump zu bedienen, damit sich mehr Menschen hinter den abgewählten Präsidenten stellen.

Es wäre wohl nicht das ersteMal, dass Trump etwas unternimmt, was vorher niemand für möglich gehalten hätte. Trump hat immer noch die Hand über dem ‚Roten Knopf‘ (auch genannt ‚Atomkoffer‘ oder ‚Nuclear Football‘), mit dem er das Nuklear-Arsenal aktivieren kann.

Ungemütlich!

PS.:

In meinem Beitrag vom 22.07.2017 mit dem Titel: „Wie soll es weiter gehen, wenn Trump merkt, dass ihm die Felle weg schwimmen?“ kann man nachlesen, dass ich schon damals eine sehr ähnliche Phantasie hatte:

Wenn es für ihn wirklich eng wird, muss sich Trump etwas einfallen lassen. Ich befürchte und halte es für ausgesprochen wahrscheinlich, dass sein nordkoreanischer Kollege Kim Jong-Un ihm bereitwillig zur Hilfe kommen wird – etwa mit einem weiteren Atomtest oder Raketenabschuss zum geeigneten Zeitpunkt. Dann könnte Trump ohne lange Diskussion eine kaum beherrschbare außenpolitische ‚Notoperation‘ in Gang setzen. Mit diesem Zaunpfahl hat er ja schon vor einiger Zeit gewunken. Dann wären leicht die Voraussetzungen für einen politischen Ausnahmezustand auch in den USA herzustellen – und dann könnte Trump innenpolitisch auf seine Gutsherrenart ‚aufräumen‘, ohne sich an irgendwelche Gesetze und Regeln zu halten. Sein türkischer Kollege Erdogan hat ja schon gezeigt, wie man in einem mutmaßlich inszenierten Ausnahmezustand politische Gegner und die Presse behandeln kann – und dass man als Präsident damit ziemlich lange über die Runden kommt und von seinen Anhängern als Retter der Welt gefeiert wird.

Und selbst wenn er abstürzen sollte – wer sollte der politische Erbe seiner Hinterlassenschaften in Washington denn sein?

Siehe auch: „Spekulation: Keine Kriegsspiele oder vielleicht doch?“ vom 30.08.2018

Allerdings: Auf die Idee, dass Trump das US-Militär zum inländischen Kampf gegen einen gewählten Präsidentschaftskandidaten einzusetzen könnte, bin ich noch nicht gekommen.

Neue Erkenntnis!

Vieleicht hatte Trump einen nachvollziebaren Grund, gerade nach seiner Abwahl ausgerechnet Flynn zu begnadigen, es sei denn, er hatte bei dessen Begnadigung keinerlei (Hinter-)Gedanken. Ausgesprochen Unwahrscheinlich!

Die amerikanische Politik dient dem Präsidenten

2017-04-25: Spiegel-online

US-Außenministerium preist Trumps Privatklub an

Regelmäßig reist Donald Trump in seinen exklusiven Klub Mar-a-Lago. Das US-Außenministerium äußerte sich sehr wohlwollend über das Anwesen. Kritiker werfen dem US-Präsident nun vor, sich persönlich bereichern zu wollen. Auf einer Website des US-Außenministeriums ist Donald Trumps privates Luxus-Resort Mar-a-Lago angepriesen worden.  Zwar erschien der Artikel bereits am 4. April, doch erst am Montag wurde er auf sozialen Netzwerken geteilt. Nach heftiger Kritik und Vorwürfen, der US-Präsident wolle sich persönlich bereichern, wurde der Artikel gelöscht. (…) Tatsächlich nutzte vor Trump aber kein Präsident das Domizil. 1985 erwarb Trump Mar-a-Lago und machte es zu einem exklusiven Klub mit Privatstrand, Pool und Spa, mit Tennisplätzen und Golfanlagen sowie zwei Ballsälen. Derzeit kann man sich dort für 200.000 Dollar Gebühr aufgenommen werden, die Jahresgebühr beträgt 14.000 Dollar. Das steht allerdings nicht in dem Artikel, auch wird nicht erwähnt, dass es sich um Trumps Privatbesitz handelt.

Wie schön wäre es, wenn Frau Merkel als Kanzlerin ihre Empfänge von wichtigen Staatsgästen in ihrer Privatwohnung erledigen würde. Na ja, sie sollte dann wenigstens vorher einen Privatklub gründen.

Also, von einer Vermischung von Privatinteressen und Politik sprechen nur Neider, böswillige Linke oder unverbesserliche Nörgler.