Boykott könnte teuer werden – auch für Trump

Zuckerberg verliert sieben Milliarden: Boykott-Aktion macht Facebook zu schaffen

titelt Focus.de am 28.06.2020: Weiter heißt es in dem Focusbeitrag:

„Die von Bürgerrechtsorganisationen Mitte Juni ins Leben gerufene Initiative #StopHateForProfit führte auf ihrer Webseite am Sonntag in einer Liste gut 90 Unternehmen, die ihre Werbung auf Facebook in den USA erst einmal stoppen. Einige wollen diese Maßnahme auch auf die Facebook -Tochter Instagram sowie auf Twitter  ausweiten. (…) Als große Namen kamen seit Freitag unter anderem der Konsumgüterriese Unilever  und der Autobauer Honda  dazu. Der Getränkeriese Coca Cola  kündigte ebenfalls an, für mindestens 30 Tage auf allen sozialen Plattformen weltweit seine Werbung auszusetzen.“

Es scheint so zu sein, dass ein Boykott – wenn er abgesprochen ist und kommuniziert wird eine nicht zu unterschätzende Wirkung hat.

Das Konzept unserer Kampagne beruht genau auf diesem Gedanken!

Twitter & Trump – wer von beiden ist das Problem und die Lösung – oder beide?

Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile.

(Aristoteles (384 – 322 v. Chr.).

28.05.2020, 06:52

Leider – oder zum Glück hatte Aristoteles noch keine Webseite und Twitter gab es damals auch noch nicht. Trotzdem ist der Satz in den letzten 2350 Jahren nicht in Vergessenheit geraten. Nachhaltigkeit funktioniert auch ohne das World Wide Web – oder vielleicht gerade, weil es das Internet damals noch nicht gab.

Der Satz mit 40 Zeichen plus 8 Leerzeichen hätte in einen Tweet hineingepasst und wäre mit dieser Länge auch für möglichst viele Impressions optimiert. Ob der Satz heute von den gewöhnlichen Twitter-Usern verstanden würde, darauf kommt es nicht an; Hauptsache, es lassen sich möglichst viele Likes generieren. Mit einem süßen Katzenfoto und einem lächelnden Säugling könnte man die Anzahl der Likes wahrscheinlich verhundertfachen.

Nun gibt es ein Problem: Weißes Haus kündigt neue Regeln für soziale Netzwerke an schreibt die Frankfurter Allgemeine faz.net. Trump plant Verfügung für Soziale Medien titelt die Bildzeitung. Trump droht im Konflikt mit Twitter mit Schließung von Online-Netzwerken ist bei web.de nachzulesen. Alle Meldungen bei Google-News-Schlagzeilen heute am frühen Morgen ganz vorne. Scheint also wichtig zu sein.

Wie die angekündigte Trump-Verfügung genau lautet, erfahren wir vielleicht morgen – oder auch nicht. Oder vielleicht knickt der sogenannte Kurznachrichtendienst Twitter ein, bevor der beste Kunde und Promoter der Shitstorm-Latrine sich etwas anderes für seine verbalen Ausscheidungen sucht.

Ob Twitter ohne Trump noch existieren würde oder ob Trump ohne Twitter noch leben würde – wer weiß es – wahrscheinlich ja. Aber Trump wäre wahrscheinlich ohne die sogenannten sozialen Medien nicht Präsident der USA geworden oder zumindest nicht lange geblieben.

Wir wissen, dass Trump kein Freund von Gesichtsmasken und Maulkörben ist. Twitter wohl auch nicht. Man kann gespannt sein, wer wem von den beiden ab morgen einen solchen verpassen wird.

Oder vielleicht sorgen beide auf diesem Wege gegenseitig dafür, dass der jeweils andere in absehbarer Zeit ein Entsorgungsfall sein wird. So könnte Entsorgung unter ästhetischen Aspekten zu einer bemerkenswerten Eleganz gelangen.

Aristoteles hatte wohl recht.

Aber wahrscheinlich klappt es auch diesmal nicht. Shit happens.

Hoffnungsträgerin Merkel – als Kanzlerin abgewirtschaftet! Schade

2017-04-25: welt.de

Gipfeltreffen der zwei mächtigsten Frauen der Welt

Die Tochter von Donald Trump, Ivanka Trump, folgt einer offiziellen Einladung der Kanzlerin nach Berlin, zum Women20-Gipfel. Die 35-Jährige hat im Weißen Haus ganz offiziell eine Beraterrolle inne.

2017-04-25: welt.de

Merkel und Ivanka Trump bei Gipfel zur Stärkung von Frauen

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt gemeinsam mit der Tochter des US-Präsidenten, Ivanka Trump, heute in Berlin an einem internationalen Gipfel zur Stärkung von Frauen teil. (…)

2017-04-27: Schwäbische.de

(…) Merkel jedenfalls messe der Diskussion mit Ivanka „große Bedeutung“ bei, sagte Vizeregierungssprecher George Streiter am Montag. Bei der Gelegenheit widersprach er der Erklärung des Weißen Hauses, Ivanka Trump reise „auf direkte Einladung der Kanzlerin“ nach Berlin: Die Einladung sei nicht von Merkel gekommen, sondern vom Verband der Unternehmerinnen. (…) Unterdessen hat US-Präsident Trump in Washington in höchsten Tönen seine Zusammenarbeit mit Merkel gelobt.

Entweder merkt es niemand oder keiner will es wahrhaben: Es geht doch auch hier wieder nur um eine Marketingveranstaltung für die Marke ‚Trump‘. Und Merkel macht so etwas mit. Und dafür eignet sich wohl auch das Thema Gender und ‚Frauenrechte‘.

Persönliche Anmerkung: Mit der Politik der Kanzlerin im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise wurde Merkel für mich ernsthaft wählbar, obwohl eine (Regierungs-)Partei, die den Namen „Christlich demokratische Union Deutschlands“ trägt, für mich genauso unakzeptabel ist wie eine politische Partei, die sich mit der Bezeichnung „Islamische demokratische Union Deutschlands“ schmücken würde. Ich habe der Kanzlerin bislang unterstellt, dass sie ihr politisches Amt – im Gegensatz zu der Mehrheit der vergleichbaren Amtsträger – nicht zu ihrer verdeckten oder offenen persönlichen wirtschaftlichen Vorteilsnahme missbraucht. Diese Einschätzung war mutmaßlich falsch. Ich würde mich nicht wundern, wenn sie nach Ihrer Abwahl als Kanzlerin einen Job als Marketingberaterin im Trump-Konzern angeboten bekäme und diesen auch freudig annehmen würde. Auch das sogenannte Frauenthema eignet sich zum Verrat am Anliegen der Benachteiligten, wenn privilegierte Frau daraus einen wirtschaftliche Vorteil schöpfen kann.

Vielleicht ist es aber auch so, dass die deutschen Weibchen sich mehrheitlich vielmehr dafür interessieren, wo man welches Täschchen mit dem richtigen Label und sonstigen Kram, den keine braucht bekommt, als dass Frau sich mit den Grundrechten und deren Durchsetzung – auch für die Nicht-Unternehmerinnen – befasst.

Man wird es an der Umsatzentwicklung des Trump-Labels in Deutschland in nächster Zeit erkennen können.

Ist nicht so gemeint? Doch, ist so gemeint! Sehr ernüchternd! Sorry, ich bin nur ein Mann, könnte aber auch kotzen.