Trump wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden …


…. und zwar voraussichtlich noch vor Covid-19. Es sei denn, Trump ließe sich in den nächsten Tagen noch etwas einfallen. Nicht nur das „China-Virus“ Covid-19, auch Trump ist gut für Überraschungen, mit denen keiner gerechnet hätte.

Vielleicht steigt Trump aber kurz vor der Vereidigung von Biden einfach nur mit seinem Nuclear Football in seine Air Force One und fliegt nach Moskau, wo ihm ja schon politisches Asyl angeboten worden sein soll. Und Trump könnte sein Flugzeug und den Fußball ja Putin zur Überraschung als Gastgeschenk gleich dalassen. Da würde Putin sicher nicht нет Спасибо [nein danke] sagen.

Die Frage ist, ob dann das „Amerika-Virus“ AMERIKA FIRST seine Virulenz verlieren würde.

Vielleicht gibt es irgendwann einen Impfstoff gegen

AMERIKA FIRST-Trumpismus.

Wer weiß, wie lange es dauert, bis ein solcher Impfstoff zulassungsreif ist.

Geschäftsbeziehung zur Deutschen Bank beenden …

„Trumps Vertraute kündigt bei der Deutschen Bank“ titelt spiegel.de am 23.12.2020.

Weiter schreibt spiegel.de:

Wie lässt sich die Geschäftsbeziehung zum US-Präsidenten halbwegs elegant beenden?

Für den Rest der Weltbevölkerung erlaube ich mir die Frage:

Wie lässt sich die Geschäftsbeziehung zur Deutschen Bank halbwegs elegant beenden?

Die Trump-Vertrauten Vrablic und Scalzi haben es vorgemacht, wie spiegel.de weiter schreibt:

Eine seit Jahren für US-Präsident Donald Trump zuständige Mitarbeiterin der Deutschen Bank verlässt das Geldhaus. Ein Sprecher der Bank bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass Rosemary Vrablic vom Vermögensmanagement jüngst ihren Rücktritt eingereicht habe. Dieser sei angenommen worden und werde zum Jahresende wirksam. Auch ihr langjähriger Kollege Dominic Scalzi verlasse das Institut. Einen Grund für die Schritte nannte der Sprecher nicht. (…)

spiegel.de

Wer hätte das gedacht; verständlich, dass sich keiner zu den näheren Umständen äußern will. Da scheint es ein Problem zu geben, nicht nur in der Trump-Organisation, sondern auch bei der Deutschen Bank. Aber nicht erst seit gestern.

Dem deutschen ehemaligen Vorzeige-Geldinstitut (nicht nur Wirecard) ist es zu verdanken, dass sich Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich in Richtung einer Bananenrepublik ‚entwickelt‘. Die Politik sieht tatenlos zu, die staatliche Finanzaufsicht und die Kartellwächter sind kastriert, taub, bestochen oder haben selbst einen Interessenkonflikt, und die Kunden der Deutschen Bank scheinen sich einen Vorteil davon zu versprechen, mit diesem skandalträchtigen Institut Geschäfte zu machen – und sei es nur ein einfaches Girokonto. Die einen tun so, als hätten sie keine Ahnung (Prinzip: Kopf in den Sand stecken); die anderen wissen was sie tun und haben Gründe und Ausreden für ihr Handeln. So ist es in Deutschland, nicht nur jenseits der großen Ozeane.

Zum Glück bin ich noch nie auf die Idee gekommen, mit der Deutschen Bank in eine Geschäftsbeziehung zu treten, außer dass ich über die Vermittlung eines Deutsche-Bank-Maklers 1992 eine Immobilie gekauft habe. Seitdem achte ich peinlich genau darauf, dass ich mit diesem Institut nicht meine Finger ‚kontaminiere‘ – nicht erst seit der Corona-Krise.

Es ist nicht nur möglich, sondern m. E. geboten, auch in dieser Hinsicht auf Hygiene zu achten!!

Es ist für mich nicht möglich, eine Geschäftsbeziehung zu kündigen, die nicht existiert. Wenn ich z. B. eine Überweisung tätige, wähle ich immer einen anderen Zahlungsweg als die Deutsche Bank. Wenn ein Geschäftspartner keine andere Kontoverbindung als die Deutsche Bank hat, wechsle ich den Geschäftspartner; das Geschäft kommt dann nicht zustande und ich sage auch warum – selbst wenn mir deswegen ein ‚Schnäppchen‘ entgeht.

Wer behauptet, die Deutsche Bank sei unverzichtbar, dem ist nicht zu helfen.

Milliardäre unter sich – wer gibt wem wieviel?

Forbes berichtet, 15 Milliardäre haben jetzt das Anti-Trump-Lincoln-Projekt unterstützt.

aber auch

Mindestens 23 Milliardäre haben seit Juli sechsstellige Spenden an Komitees geleistet, die Donald Trump unterstützen

Große Geldspender von Bass Pro Shops, Ashley Furniture, Apollo Global Management und anderen haben in den letzten Monaten an Trump gespendet.

Wen wundert es, denn Donald Trump hat mindestens 1 Milliarde Dollar Schulden, mehr als das Doppelte des von ihm genannten Betrags

Die Verbindlichkeiten des Präsidenten sind in Dutzenden von Dokumenten aufgeführt, die hier veröffentlicht werden. Die Finanzlage des Präsidenten ist in der Tat sehr unübersichtlich.

Sehr spannend, was davon nach der Wahl am 3. November herauskommt und wer behauptet, von den Transaktionen nichts gewusst zu haben.

Trump-Organisation bessert ihre Finanzlage durch Verkauf des umstrittenen Malariamittels an Brasilien

Der Trump-Organisation geht es wirtschaftlich nicht gut. Der Tourismus ist weltweit im Lockdown. Die Trump-Hotels sind teilweise geschlossen oder unterbelegt. Lt. diepresse.com vom 08.04.2020 verlor Trump innerhalb von einem Monat ca. ein Drittel seines Vermögens.

Spiegel.de berichtete am 01.06.2020: USA liefern Hydroxychloroquin nach Brasilien. (…) Trump hatte Hydroxychloroquin als „Geschenk Gottes“ gepriesen. (….).

Spiegel.de hatte am 23.05.2020 berichtet: Malaria-Medikament erhöht Sterblichkeitsrate:

(…) Eine am Freitag veröffentlichte Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass Covid-19-Patienten, die mit den Malariamitteln Hydroxychloroquin und Chloroquin behandelt werden, eine höhere Sterblichkeitsrate aufweisen. Hydroxychloroquin und Chloroquin zeigen keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten“, erklärte Studienautor Mandeep Mehra vom Brigham and Women’s Hospital der Harvard Medical School in Boston am Freitag. Vielmehr zeigten neue Untersuchungen, dass Patienten sogar ein erhöhtes Sterberisiko haben. Zudem könnten die Medikamente auch Herzrhythmusstörungen auslösen. Ein Forschungsteam der Harvard Medical School in Boston und des Herzzentrums am Universitätsspital Zürich hatte für die in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Studie die Daten von 96.000 Patienten in Hunderten Krankenhäusern weltweit ausgewertet. (…)

Am 16.05.2020 berichtete derstandard.de unter der Überschrift:

Jared Kushner: Trumps Tausendsassa und Corona-Zar in der Kritik:

(…) Heilmittel fürs Börserl:

Persönlich nannte Kusher vor allem der Impfexperte Rick Bright beim Namen. Bright, der im April zwangsversetzte Direktor der Behörde für biomedizinische Forschung und Entwicklung (Barda), wiederholte am Donnerstag vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses die bereits zuvor geäußerten Anschuldigungen: Seinen Job sei er einzig deshalb losgeworden, weil die Corona-Strategie der Regierung nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen basiere. Bright, der maßgeblich an der Suche nach einem Impfstoff gegen das Virus beteiligt war, hatte sich geweigert, gemeinsam mit Trump für zwei Malaria-Medikamente als Heilmittel für Covid-19 zu werben. Er mahnte zur Vorsicht, ihr Nutzen sei nicht ausreichend erwiesen. Dass sich der Präsident dennoch für ihren Einsatz aussprach, führt Bright auf Kushner zurück. Dieser unterhalte direkte Verbindungen zu jenen Unternehmen, die diese Arzneimittel herstellen. In einer 86-seitigen Beschwerde gegen die Regierung, die Bright vergangene Woche eingereicht hat, geht er noch weiter: Seit Trumps Amtsantritt sei die Arbeit seiner Behörde, für die Bright seit 2010 tätig war, dadurch erschwert worden, dass Aufträge in erster Linie an Unternehmen mit guten Kontakten ins Weiße Haus gingen. Dabei sollten wissenschaftliche Erkenntnisse den Kampf gegen Corona definieren, „nicht Politik und Vetternwirtschaft“, wiederholte Bright am Donnerstag.

Nun kann sich jeder zusammenreimen, warum Trump von dem Malariamittel so begeistert war.

Was Trump da macht, ist widerlich

Was Trump da macht, ist widerlich titelt Tagesschau.de, die normalerweise sehr sparsam mit drastischen Bewertungen ist.

„(…) Polizisten gehen mit Härte und Brutalität gegen die Demonstranten vor. In New York fährt ein Polizeifahrzeug in eine Menschenmenge. In Atlanta werden Protestierer mit einer Elektro-Waffe außer Gefecht gesetzt. 

Dies ist der Nährboden für Unruhen. Martin Luther King sagte vor mehr als einem halben Jahrhundert: Ein Aufstand ist die Sprache der Unerhörten. Donald Trump könnte mit Worten der Versöhnung all dies schnell wieder beruhigen. Stattdessen setzt er mit eiskalter Rambo-Rhetorik auf Eskalation. (…)“

Das ist aber wohl kein Problem, der DAX war heute Mittag (Stand 02.06.2020 12:29) mit 4,03 % gegenüber dem Vortagesschlusskurs in Plus. (Der Dow Jones 30 erhöhte sich dagegen mittags ’nur‘ um 0,81%). Den Börsianern scheint der Regierungsstil Trumps und der Start in den amerikanischen Bürgerkrieg sehr zu gefallen!

Geld, Geld, Geld! Aus jeder Krise ist wohl Geld zu machen.

Die Corona-Krise, die Arbeitslosigkeit in den USA und Europa und die drohende Armut in den Schwellenländern – wen interessiert das schon? – lassen die Aktien explodieren. Trump und die anderen Despoten, deren Länder die Tabellenführung der Covid-19-Neuinfektionen und Sterblichkeitsraten übernommen haben, sind nicht das einzige Problem; der Jubel der Finanzjongleure und der Heuschrecken, die sich durch die Krisen satte Gewinne versprechen, und der Mangel an Politikern, die sich (tatsächlich?) für die Interessen der ’normalen Leute‘ einsetzen, bilden die andere andere Seite der Medaille unserer verrottenden Demokratien.

Menschenrechte – was war das noch mal? Das war wohl ein Spleen der Romantiker von vorgestern.

Twitter & Trump – wer von beiden ist das Problem und die Lösung – oder beide?

Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile.

(Aristoteles (384 – 322 v. Chr.).

28.05.2020, 06:52

Leider – oder zum Glück hatte Aristoteles noch keine Webseite und Twitter gab es damals auch noch nicht. Trotzdem ist der Satz in den letzten 2350 Jahren nicht in Vergessenheit geraten. Nachhaltigkeit funktioniert auch ohne das World Wide Web – oder vielleicht gerade, weil es das Internet damals noch nicht gab.

Der Satz mit 40 Zeichen plus 8 Leerzeichen hätte in einen Tweet hineingepasst und wäre mit dieser Länge auch für möglichst viele Impressions optimiert. Ob der Satz heute von den gewöhnlichen Twitter-Usern verstanden würde, darauf kommt es nicht an; Hauptsache, es lassen sich möglichst viele Likes generieren. Mit einem süßen Katzenfoto und einem lächelnden Säugling könnte man die Anzahl der Likes wahrscheinlich verhundertfachen.

Nun gibt es ein Problem: Weißes Haus kündigt neue Regeln für soziale Netzwerke an schreibt die Frankfurter Allgemeine faz.net. Trump plant Verfügung für Soziale Medien titelt die Bildzeitung. Trump droht im Konflikt mit Twitter mit Schließung von Online-Netzwerken ist bei web.de nachzulesen. Alle Meldungen bei Google-News-Schlagzeilen heute am frühen Morgen ganz vorne. Scheint also wichtig zu sein.

Wie die angekündigte Trump-Verfügung genau lautet, erfahren wir vielleicht morgen – oder auch nicht. Oder vielleicht knickt der sogenannte Kurznachrichtendienst Twitter ein, bevor der beste Kunde und Promoter der Shitstorm-Latrine sich etwas anderes für seine verbalen Ausscheidungen sucht.

Ob Twitter ohne Trump noch existieren würde oder ob Trump ohne Twitter noch leben würde – wer weiß es – wahrscheinlich ja. Aber Trump wäre wahrscheinlich ohne die sogenannten sozialen Medien nicht Präsident der USA geworden oder zumindest nicht lange geblieben.

Wir wissen, dass Trump kein Freund von Gesichtsmasken und Maulkörben ist. Twitter wohl auch nicht. Man kann gespannt sein, wer wem von den beiden ab morgen einen solchen verpassen wird.

Oder vielleicht sorgen beide auf diesem Wege gegenseitig dafür, dass der jeweils andere in absehbarer Zeit ein Entsorgungsfall sein wird. So könnte Entsorgung unter ästhetischen Aspekten zu einer bemerkenswerten Eleganz gelangen.

Aristoteles hatte wohl recht.

Aber wahrscheinlich klappt es auch diesmal nicht. Shit happens.

Soll man sich freuen oder fürchten, wenn Trump pleite ist?

DiePresse schrieb am 08.04.2020: Das Vermögen von US-Präsident Donald Trump … sank aufgrund der Corona-Pandemie laut „Forbes“ binnen eines Monats um eine Milliarde auf 2,1 Milliarden Dollar. Trump stürzte deshalb von Platz 715 auf Platz 1001 ab. Man kann der Forbes-Liste glauben oder nicht; die Meldung kann sich nur auf den Monat März 2020 oder irgend einen Monat vorher beziehen.

Das ist ungefähr ein Drittel des Vermögens des amerikanischen Präsidenten. Kein Wunder, denn die Trump-Organisation operiert im Wesentlichen im Bereich Tourismus. Der Lockdown seit der Coronakrise hat den Tourismus weltweit in die roten Zahlen gerissen. Dass die Situation der Trump-Organisation seit Anfang April besser geworden ist ist unwahrscheinlich; wahrscheinlicher ist, dass sich die Verluste fortsetzen, denn die weltweiten Reisebeschränkungen und Social Distancing wird die Belegung der Trump-Hotels nicht gebessert haben.

Es könnte sein, dass der Präsident auf die Zahlungsunfähigkeit zusteuert, falls dieser Umstand nicht bereits eingetreten ist.

n-tv.de schrieb am 03.04.2020: Trump-Konzern bittet um Zahlungsaufschub bei der Deutschen Bank. Trump hatte wohl 300 Millionen Dollar Schulden bei der Deutschen Bank konnte man am 25.04.2019 bei welt.de nachlesen. Kein Wunder, dass sowohl Trump als auch die Deutsche Bank sich sträuben, Trumps Bankunterlagen herauszurücken.

Aktuell (12.05.2020) schreibt das Handelsblatt: Supreme Court ist gespalten bei Entscheidung zu Trumps Finanzunterlagen.

Wer jetzt bist drei zählen kann: Trumps bevorstehende Insolvenz, die Russlandaffäre und Trumps Antwort auf die Coronakrise – haben diese Themen etwas mitreinander zu tun?

US-Gesundheitsbeamter warnt vor „dunkelstem Winter“ schreib welt.de am 14.05.2020; weiter liest man dort: „Dass der US-Präsident von der Meinung seiner Gesundheitsexperten nicht viel hält, hat er am Mittwoch erneut deutlich gemacht. Er halte die Warnungen des Gesundheitsexperten und Beraters Anthony Fauci vor den Risiken einer zu schnellen Wiederöffnung der Wirtschaft für „nicht vertretbar“, sagte Trump. „Für mich ist es keine vertretbare Lösung.““

Ist doch klar und und leuchtet ein: Für Trump sind Fakten und Warnungen der wissenschaftlichen Berater unvertretbar.

Bleibt die Frage: Soll man sich freuen oder fürchten, wenn Trump pleite ist?

Amazon – update

Sehr geehrte Frau Kant, sehr geehrte Damen und Herren, – Sehr geehrter Herr Bezos – ,

ich komme zurück auf den unten stehenden Schriftwechsel. Leider habe ich auf weitere Anschreiben keine Antwort mehr von Ihnen bekommen. Mittlerweile ist aber einige Zeit vergangen.

Gegenwärtig gibt es ja eine öffentlichkeitswirksame Auseinandersetzung zwischen Präsident Trump und CEO Bezos.

Vielleicht wäre dies ein Anlass, Herrn Bezos persönlich auf unsere Kampagne hinzuweisen. Wie man den Medien entnehmen kann, ist ja das Mittel der Wirtschaftssanktionen als Interventionsinstrument politisch ‚populär‘ geworden. Ob dies etwas nützt mag dahin gestellt sein; jedenfalls sorgen Wirtschaftssanktionen zweifellos für erhebliche Irritationen an den verschiedenen politischen Stellen.

Der Kern unserer Kampage ist die Wirtschaftssanktion der ‚Kleinen Leute‘ durch bewusste Änderung deren Kaufentscheidungen. Ich bin überzeugt, dass Amazon ein nicht zu unterschätzendes Machtmittel in der Hand hat, um den Unterstützern der Trump-Organisation – und damit mittelbar der Trump-Organisation (und der Person Präsident Trump und seiner Familie) selbst – die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Und das auf dem Wege und durch die Mithilfe der ‚Kleinen Leute‘ – also der Kernkundschaft von Amazon. Es wäre sicher eine interessante Dynamik zu beobachten, wenn Wirtschaftssanktionen nicht nur durch die Politik oder die Wirtschaftselite vollstreckt würden, sondern unter Beteiligung und Mitwirkung der ‚Normalverbraucher‘. Eine solche Aktion wäre mutmaßlich auch ein wirksames Mittel gegen die allgemeine Politikverdrossenheit der Bevölkerung, wenn man eine solche Kampagne breit genug aufstellen und unterstützen würde. Dazu hätte das Unternehmen Amazon zweifellos das Potential.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Amazon weltweit mehr Kunden (und Aktionäre) gewinnen als verlieren würde, wenn Ihr Unternehmen sich öffenlichkeitswirksam von Unternehmen, die der Trump-Organisation nahe stehen, distanziert und z. B. die entsprechenden Produkte aus Ihrem Sortiment herausnimmt. Die damit möglicherweise verbundene kurzfristige Umsatzeinbuße dürfte mittelfristig sicher durch ein Zugewinn von überzeugten Kunden aufgewogen werden – vor Allem in Hinblick auf die ‚Zeit nach Trump‘. Herr Bezos wird Herrn Trump sicher überleben.

Gerne würde ich mit Ihnen oder einem Entscheidungsträger Ihres Unternehmens diskutieren. Deshalb bitte ich um entsprechende Weiterleitung.

Mit freundlichen Grüßen

Walter Roeb-Rienas

Abschließende Ergänzung vom 2018-05-16:

Hier die Antwort von Amzon vom 14.05.2018:

Sehr geehrter Herr Roeb-Rienas,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Thema „Boykott der Unterstützer der Trump-Unternehmen“.

Ihr Feedback ist uns wichtig – vielen Dank, dass Sie uns Ihr Anliegen mitgeteilt haben.

Wir arbeiten ständig daran, den besten Kundenservice der Welt zu bieten. Wir konzentrieren uns darauf, Wege zu finden, mit aktuellen Regierungen zu arbeiten, um auch weiterhin Innovationen für unsere Kunden voranzutreiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen – genau so, wie wir es bereits mit vorherigen Regierungen getan haben.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir uns zu diesem Thema nicht weiter äußern werden.

Konnte ich Ihr Problem lösen?

(…)

Viele Grüße
Tanja Right

Executive Customer Relations
Amazon.de

Deshalb: Amazon bleibt auf unserer ‚Schwarzen Liste‘; ich habe seit 8/2017 keinerlei Bestellungen mehr über Amazon getätigt. Wer will, kann sich gerne anschließen … und dies hier erklären!

Völlig selbstlos – die wohltätige Trump-Familie

2017-07-22 Spiegel-online

Trumps Schwiegersohn übersah zehn Millionen Dollar

(…) Kushner korrigierte seine Angaben dabei um mehr als 70 Positionen, die er zuvor „aus Versehen“ vergessen habe. Insgesamt belaufen sich die Ergänzungen auf mindestens zehn Millionen Dollar.

Damit summiert sich der Wert von Kushners früheren und aktuellen Investments in verschiedene Objekte auf rund 800 Millionen Dollar, berichtet die „Washington Post“ mit Verweis auf das aktualisierte, offizielle Dokument. Ein Großteil davon sei noch immer in Kushners Hand. (…)

Ivanka Trump verdiente fünf Millionen Dollar in 84 Tagen

Neben Kushner arbeitet seit März auch seine Ehefrau Ivanka Trump für das Weiße Haus. Vor der Übernahme ihrer offiziellen Jobs sagten beide zu, aus ihren Firmen auszuscheiden. Kushner gab insgesamt 266 Positionen in Unternehmen ab, Ivanka Trump legte der „Washington Post“ zufolge 292 Positionen nieder. (…)

Kushner und seine Frau füllen jeweils eigene Erklärungen aus, in denen sie ihre finanziellen Verbindungen offenlegen. Ivanka Trumps Dokument wird aktuell noch von den US-Behörden gesichtet. Erste Veröffentlichungen lassen jedoch auch bei ihr auf Besitztümer im Wert von mindestens 66 Millionen Dollar schließen, im vergangenen Jahr verdiente sie demnach mindestens 16,5 Millionen Dollar mit verschiedenen Unternehmen. Darin enthalten sind mehr als 2,4 Millionen Dollar, die ihr das neue Trump Hotel in der Nähe des Weißen Hauses einbrachte.

Laut einem ebenfalls am Freitag veröffentlichten, offiziellen Bericht verdiente Ivanka Trump allein in einem Zeitraum von 84 Tagen im Frühling 2017 fünf Millionen Dollar mit privaten Geschäften. Zur selben Zeit nahm sie bereits ihre politischen Aufgaben für die US-Regierung auf. Dort arbeitet sie als unbezahlte Angestellte, ihr offizieller Titel lautet „Assistant to the President“.

Interessenkonflikte sind natürlich völlig ausgeschlossen. Immerhin arbeitet Ivanka im Weißen Haus für Gotteslohn.

Ein bisschen schummeln gehört dazu

20.07.2017 Handelsblatt

Deutsche Bank im Fokus des US-Sonderermittlers
Den Managern der Deutschen Bank steht eine brisante Vorladung bevor: Sie erwarten, bald vom US-Sonderermittler zu den Russland-Kontakten der Wahlkämpfer des US-Präsidenten Donald Trump befragt zu werden. (…)

Allerdings geht es längst nicht mehr nur um die Geschäftsbeziehung zu Trump selbst. Denn die Deutsche Bank ist so etwas wie die Hausbank für den gesamten Präsidentenclan. Nach Informationen des Handelsblatts gehören auch Trumps Frau Melania und seine Tochter Ivanka zu den Kunden – und natürlich sein Schwiegersohn und enger Berater Jared Kushner, der sich 285 Millionen Dollar für ein New Yorker Immobilienprojekt geliehen haben soll.

Die Summe floss im Oktober 2016, mitten in der heißen Phase des US-Wahlkampfs. Damals verhandelte die Bank gerade über eine milliardenschwere Strafe für dubiose Immobiliengeschäfte mit dem US-Justizministerium.

Anmerkung: Angenommen es würde bei den Ermittlungen heraus kommen, dass die Deutsche Bank sich nachweisbar wissentlich an illegalen Geschäften mit Trump-Unternehmen beteiligt hat. Würde darauf in Deutschland irgendjemand (außer der ‚Lügenpresse‘) reagieren? Wahrscheinlich doch nicht. Auf jeden Fall wohl nicht die Kunden und Aktionäre des deutschen Geldinstituts. Korruptionsskandale sind ein erwünschtes Werbemittel – die Marke wird bekannter und wohl auch beliebter. Ein bisschen schummeln gehört dazu und erhöht die Spannung – das kennt ja jeder aus dem eigenen Alltag. Die Strafen sind wahrscheinlich schon eingepreist. Deutsche Autos lassen sich ja auch besser denn je verkaufen.