Amazon – update

Sehr geehrte Frau Kant, sehr geehrte Damen und Herren, – Sehr geehrter Herr Bezos – ,

ich komme zurück auf den unten stehenden Schriftwechsel. Leider habe ich auf weitere Anschreiben keine Antwort mehr von Ihnen bekommen. Mittlerweile ist aber einige Zeit vergangen.

Gegenwärtig gibt es ja eine öffentlichkeitswirksame Auseinandersetzung zwischen Präsident Trump und CEO Bezos.

Vielleicht wäre dies ein Anlass, Herrn Bezos persönlich auf unsere Kampagne hinzuweisen. Wie man den Medien entnehmen kann, ist ja das Mittel der Wirtschaftssanktionen als Interventionsinstrument politisch ‚populär‘ geworden. Ob dies etwas nützt mag dahin gestellt sein; jedenfalls sorgen Wirtschaftssanktionen zweifellos für erhebliche Irritationen an den verschiedenen politischen Stellen.

Der Kern unserer Kampage ist die Wirtschaftssanktion der ‚Kleinen Leute‘ durch bewusste Änderung deren Kaufentscheidungen. Ich bin überzeugt, dass Amazon ein nicht zu unterschätzendes Machtmittel in der Hand hat, um den Unterstützern der Trump-Organisation – und damit mittelbar der Trump-Organisation (und der Person Präsident Trump und seiner Familie) selbst – die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Und das auf dem Wege und durch die Mithilfe der ‚Kleinen Leute‘ – also der Kernkundschaft von Amazon. Es wäre sicher eine interessante Dynamik zu beobachten, wenn Wirtschaftssanktionen nicht nur durch die Politik oder die Wirtschaftselite vollstreckt würden, sondern unter Beteiligung und Mitwirkung der ‚Normalverbraucher‘. Eine solche Aktion wäre mutmaßlich auch ein wirksames Mittel gegen die allgemeine Politikverdrossenheit der Bevölkerung, wenn man eine solche Kampagne breit genug aufstellen und unterstützen würde. Dazu hätte das Unternehmen Amazon zweifellos das Potential.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Amazon weltweit mehr Kunden (und Aktionäre) gewinnen als verlieren würde, wenn Ihr Unternehmen sich öffenlichkeitswirksam von Unternehmen, die der Trump-Organisation nahe stehen, distanziert und z. B. die entsprechenden Produkte aus Ihrem Sortiment herausnimmt. Die damit möglicherweise verbundene kurzfristige Umsatzeinbuße dürfte mittelfristig sicher durch ein Zugewinn von überzeugten Kunden aufgewogen werden – vor Allem in Hinblick auf die ‚Zeit nach Trump‘. Herr Bezos wird Herrn Trump sicher überleben.

Gerne würde ich mit Ihnen oder einem Entscheidungsträger Ihres Unternehmens diskutieren. Deshalb bitte ich um entsprechende Weiterleitung.

Mit freundlichen Grüßen

Walter Roeb-Rienas

Abschließende Ergänzung vom 2018-05-16:

Hier die Antwort von Amzon vom 14.05.2018:

Sehr geehrter Herr Roeb-Rienas,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Thema „Boykott der Unterstützer der Trump-Unternehmen“.

Ihr Feedback ist uns wichtig – vielen Dank, dass Sie uns Ihr Anliegen mitgeteilt haben.

Wir arbeiten ständig daran, den besten Kundenservice der Welt zu bieten. Wir konzentrieren uns darauf, Wege zu finden, mit aktuellen Regierungen zu arbeiten, um auch weiterhin Innovationen für unsere Kunden voranzutreiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen – genau so, wie wir es bereits mit vorherigen Regierungen getan haben.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir uns zu diesem Thema nicht weiter äußern werden.

Konnte ich Ihr Problem lösen?

(…)

Viele Grüße
Tanja Right

Executive Customer Relations
Amazon.de

Deshalb: Amazon bleibt auf unserer ‚Schwarzen Liste‘; ich habe seit 8/2017 keinerlei Bestellungen mehr über Amazon getätigt. Wer will, kann sich gerne anschließen … und dies hier erklären!

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